Sommers Charttechnik-Signale

DAX: Was hoch steigt, kann auch tief fallen

Meine gestrige Video-Analyse hatte den Börsenklimaindex des MDAX zum Thema. Neben dem Index für mittelgroße deutsche Aktiengesellschaften generierten noch zwei weitere der von mir beobachteten sieben Marktsegmente ein Verkaufssignal: TecDAX und die Globalen Märkte.

Bei den Globalen Märkten werden insgesamt 93 verschiedene Marktindizes aus aller Welt untersucht. Somit haben nicht nur zwei deutsche Indizes mit Zuwächsen von +16,6% und +19,3% im laufenden Jahr ein erstes Verkaufssignal ausgeprägt.

Das ist ein Indiz dafür, dass die anderen Marktsegmente dieser Entwicklung bald folgen könnten. Ich schaue für Sie daher heute einmal etwas genauer auf den Börsenklimaindex für den DAX.

Börsenklima DAX: Zweithöchstes Niveau in sechs Jahren

Die von mir entwickelten Börsenklimaindizes sollen Sie bei der Einschätzung der Wetterlage am Aktienmarkt unterstützen:

Niedrige Werte (unter 25%) signalisieren dabei eine überverkaufte Marktsituation. Werte oberhalb von 55% zeigen eine überhitzte Gemengelage an.

Aktuell notiert der Börsenklimaindex für den deutschen Leitindex in der zweiten Woche in Folge bei 93%. Das ist der zweithöchste Wert, seit ich mit der Berechnung im November 2009 begonnen habe.

Schauen Sie sich dies einmal auf dem nachfolgenden Chart an:

 

Börsenklimaindex für den DAX seit 2009

Börsenklimaindex für den DAX seit 2009_150310

Aktuell auf dem zweithöchsten Niveau der vergangenen sechs Jahre

 

(Zum Vergrößern bitte in den Chart klicken!)

Im Chart habe ich die bislang erreichten Höchstwerte von 90% (rot) und mehr (schwarz) durch gestrichelte vertikale Linien gekennzeichnet.

Sie sehen: In den Jahren 2009 (92%) und 2012 (94%) reagierte der DAX, mit einer zeitlichen Verzögerung von drei bzw. sieben Wochen nach Erreichen dieser Bestmarken im Börsenklimaindex, ziemlich heftig: 2009 schlug der Leitindex um rund 545 Punkte zurück. 2012 war der Rückschlag mit 1.100 Zählern sogar etwa doppelt so hoch.

Glimpflicher verliefen die Rücksetzer der Jahre 2013 und 2014 mit jeweils rund 400 bzw. 500 Punkten. Allerdings schaffte es der Börsenklimaindex in diesen Fällen eben auch „nur“ auf 90%.

 

Fazit

Gleichwie: Dass der deutsche Aktienmarkt nach Zugewinnen von +16% bis +19% überhitzt daherkommt, steht angesichts der Börsenklimaindizes für DAX und MDAX wohl außer Zweifel. Gewiss:

Es erscheinen auch von diesem Niveau aus noch Kursgewinne möglich: Allerdings sollten Sie sich dann auch die Frage stellen, ob sich für die dann zu erwartende, eher schmale Ausbeute, das 400 bis 500 Punkte-Risiko (im Minimum!) eines Einstiegs noch lohnt.

Und noch ein Punkt: Je länger der DAX nach seinem Anstieg von +18,1% im laufenden Jahr (und sogar +19,7% seit dem Zwischentief bei 9.648 vom 9. Januar) mit einer nachhaltigen Korrektur wartet, umso höher wird das Risiko, dass diese umso heftiger ausfällt, wenn sie dann kommt.

Getreu dem Motto: Was hoch steigt, kann auch tief fallen.

 

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr

Andreas Sommer

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Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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