Sommers Charttechnik-Signale

„Stell Dir vor, es ist Crash und k(aum)einer macht mit!“

Dieser Satz ist meine Abwandlung eines Zitats des US-amerikanischen Dichters Carl Sandberg. Genau gesagt ist es eine Zeile aus seinem Gedicht „The People, yes“ und lautet übersetzt: „Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin!“ Dieser abgewandelte Satz geht mir seit Tagen durch den Sinn, wenn ich auf die Charts schaue.

In der traditionellen Charttechnik hagelte es langfristige (und damit natürlich auch kurz- und mittelfristige) Verkaufssignale. Auch in der Point&Figure-Strategie gab es reichlich davon – da hier indes keine Zeitachse existiert, gibt es die zeitliche Unterscheidung hier nicht.

Wenn Sie heute und morgen mit mir gemeinsam auf einige Point&Figure-Charts schauen, dann werden Sie meinen Eingangssatz nachvollziehen können.

Denn: Trotz Kursgewinnen von gut +8% sind die Markt-Indizes von Kaufsignalen noch immer ein gutes Stück entfernt. Anders formuliert:

So wie die Aktienmärkte zuvor auf dem Weg nach unten übertrieben beschleunigt hatten, waren sie nun zu schnell nach oben unterwegs.

 

DAX weiterhin im Verkaufssignal

Beginnen wir mit dem DAX:

 

DAX (in der Chartcraft-Einstellung mit 100 Punkten pro Kästchen)

DAX_141027

DAX weiterhin im Verkaufssignal

(Zum Vergrößern bitte in den Chart klicken!)

 

Es gab zwei Verkaufssignale: Eines im August und ein weiteres im Oktober (grüne Pfeile). Die Zeitpunkte erkennen Sie an der 8 und an dem A, welches für den 10. Kalendermonat steht. Beim zweiten Verkaufssignal wurde zusätzlich die massive Unterstützung bei 9.000 Punkten durchbrochen (brauner Pfeil).

Die Abwärtsbewegung endete vorzeitig bei 8.400 (violetter Pfeil). Das war kurz vor der letzen Unterstützung in Gestalt der Bullish-Support-Line, die aus dem Kaufsignal vom Juli 2012 hergeleitet ist. Hier wäre mindestens ein Aufsetzen, ja sogar ein leichter Durchbruch auf 8.200 Zähler zu erwarten gewesen.

 

Das braucht der DAX jetzt für ein Kaufsignal

Die jüngste Erholung (letzte X-Säule) katapultierte den DAX wieder hauchdünn über die ehemalige Unterstützung, die sich aufgrund des Durchbruchs zum Widerstand gewandelt hat.

Für ein bullishes Signal müsste der DAX nun jedoch noch mindestens bis 9.800 (ein Kästchen unter dem blauen Pfeil) klettern: Hier wäre die Bearish-Resistance-Line überboten. Ein Kaufsignal würde indes erst bei 9.900 ausgeprägt (blauer Pfeil)!

Um ein Kaufsignal auf niedrigerem Niveau zu generieren, müsste der DAX nun noch einmal auf 8.700 Punkte zurücksetzen und dann über 9.100 steigen (pinkfarbene Pfeile).

 

Fazit:

Sie finden im DAX-Chart klassisch bestätigt, was ich meine, wenn mir der Satz „Stell Dir vor, es ist Crash und k(aum)einer macht mit!“ durch den Sinn geht.

Der Absturz des deutschen Leitindex trug angesichts seiner Dynamik in der Tat Crash-artige Züge. Die anschließende Erholung hingegen ging weit über das hinaus, was Sie in einem derartigen Abwärtstrend erwarten konnten.

Doch jetzt bereits „Hurra!“ zu schreien, dafür ist es noch zu früh. Jetzt schon wieder einzusteigen kann Harakiri bedeuten. Denn:

Zurzeit ist beides noch möglich: Fortsetzung der Abwärtsbewegung mit neuem Verkaufssignal ab 8.300. Oder Rücksetzer auf mindestens 8.700 und danach Kaufsignal durch Überschreiten der 9.100 Punkte.

(Die dritte Variante, Durchmarsch bis und über 9.900 halte ich für unwahrscheinlich.)

 

Morgen schauen wir dann auf die Wall Street. Dort sieht es allerdings (bis heute) nicht wirklich besser / einfacher aus.

 

Bleiben Sie mir gewogen,

Ihr Andreas Sommer

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Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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