Sommers Charttechnik-Signale

DAX: Eine Verschnaufpause wäre charttechnisch wahrscheinlich und gesund

Vielleicht haben Sie ja am Wochenende in der Rubrik „Börsenklima“ auf meiner Internetseite auf den Marktüberblick geschaut. Dann werden Sie dort eine durchaus positive Entwicklung vorgefunden haben: Die durchschnittliche Prozentzahl der Titel über dem GD200 hat von 46,7% auf 55,6% zugelegt.

Die 200-Tagelinie verkörpert bekanntlich den langfristigen Trend. Notieren Märkte daher über diesem Trend, dann belegt das einen Aufwärtstrend. Konkret bedeutet das hier: Die von mir im Marktüberblick beobachteten sieben Marktsegmente tendieren wieder aufwärts. In den fünf Wochen zuvor lag dieser Wert jeweils unter 50%.

Allerdings gibt es hier ein winziges Detail, das beachtet werden sollte. Das gilt insbesondere mit Blick auf die aktuelle Charttechnik des DAX.

Marktüberblick: Erfreuliche Entwicklung

Schauen wir zunächst einmal auf den Marktüberblick:

 

Marktüberblick (aus der Rubrik Börsenklima auf www.timingismoney.de)

Marktüberblick_140905

Titel über GD200 wieder über 50%-Marke

(Zum Vergrößern bitte in den Chart klicken!)

 

Das schaut insgesamt doch recht erfreulich aus:

Alle Marktsegmente befinden sich seit dem 15./22. August in einem Kaufsignal. Der durchschnittliche Börsenklimaindex von 48% liegt noch in der Neutralen Zone (25% bis 50%) und signalisiert damit noch keinen überkauften Zustand.

Die Zahl der Titel über dem GD200 (Gleitender Durchschnitt über 200 Tage) notiert erstmals seit fünf Wochen wieder über 50%. Der mittlere Abstand zum GD200 ist ebenfalls erstmals seit dem genannten Zeitraum wieder positiv. Indes:

 

Ein beachtenswertes Detail

Wenn Sie genau hinschauen, dann sehen Sie ein Marktsegment, das nicht ausschließlich den deutschen Aktienmarkt widerspiegelt:

Globale Märkte umfasst die Entwicklung von 93 internationalen Aktienindizes. Darin sind zwar auch neun deutsche Indizes enthalten. Der Rest verteilt sich jedoch auf 12 US-Indizes und 72 internationale Indizes.

Klammern wir dieses Marktsegment aus der Durchschnittsrechnung aus, so ergibt sich für die Zahl der Titel über dem GD200 nur noch ein Wert von 50,05%. Der mittlere Abstand zum GD200 wird mit -0,7% wieder negativ.

Was sagt Ihnen das?

 

Widerstands-Zone 9.720 / 9.800 von großer Bedeutung

Es bedeutet schlichtweg, dass die nur auf den deutschen Aktienmarkt bezogenen Durchschnittszahlen vorsichtiger zu interpretieren sind. Und das spiegelt sich auch in der Charttechnik des DAX wider:

Dank der Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) am vergangenen Donnerstag konnte der DAX seine am Tag zuvor begonnene Aufwärtsbewegung fortsetzen und fast 200 Punkte hinzugewinnen. Allerdings:

Damit steht der deutsche Leitindex nun jedoch wieder an einer wichtigen Widerstands-Zone (9.720 / 9.800). An diesem Bereich war der DAX zwischen Januar und Mai gleich viermal gescheitert. Auch in den beiden folgenden Monaten spielte dieser Bereich eine Hauptrolle, wie Sie im Chart sehen:

 

DAX Tages-Chart

DAX-Tages-Chart_140908

Vor wichtiger Widerstands-Zone zwischen 9.720 und 9.800

(Zum Vergrößern bitte in den Chart klicken!)

 

Wie Sie sehen, wurde diese Zone im Juni – charttechnisch schulmäßig – von der Oberseite getestet und bewährte sich zunächst als Unterstützungs-Zone. Es folgte im Juli ein harter Kampf zwischen Bullen und Bären um diesen Bereich. Letztlich setzten sich die Bären durch.

 

Fazit

Daraus folgt, dass diese Zone nun mit guter Wahrscheinlichkeit nicht im Sturmlauf erobert wird. Nachdem der DAX nun innerhalb von vier Wochen 871 Punkte gewonnen hat, erwarte ich nun erst einmal eine „Entschleunigung“.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der deutsche Leitindex nun wieder kräftig zurückfällt. Allerdings sollte er sich an der genannten Widerstands-Zone einige Tage die „Zähne ausbeißen“. Damit würde der DAX zugleich den Tagelinien Zeit geben, um nachzurücken.

So ist der Abstand von knapp 350 Zählern zwischen 20-Tagelinie und Schlussstand vom Freitag schlichtweg sehr hoch. Auch die 50-Tagelinie, die nun nach oben drehen sollte, könnte so Boden zum DAX gutmachen.

Und vielleicht fungiert dieser mittelfristige Trend dann bei seinem Anstieg ja als Unterstützung für den DAX …

 

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr Andreas Sommer

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Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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