Sommers Charttechnik-Signale

Warum fällt der DAX? Die Antwort darauf ist für Sie völlig irrelevant!

Der DAX will in diesem Jahr wohl einfach nicht durchstarten. Obwohl es durchaus vielversprechende Ansätze gab. Beispielsweise beim Ausbruch im Mai über 9.800 Punkte.

Viele Privatanleger fragen sich derzeit, was den deutschen Leitindex denn zurückhalten mag? Ist es die Ukraine-Krise? Oder der wieder einmal aufgeflammte Nahost-Konflikt? Konjunktursorgen vielleicht? Eine Überbewertung der Aktien?

Ich stelle eine provokante Gegenfrage: Ist es für Ihren Investment-Erfolg wirklich wichtig, WELCHE Ursache die aktuelle DAX-Schwäche hat? Ich sage Ihnen, was meiner Ansicht nach ausschließlich entscheidend ist.

Heute so, Morgen so

Wir Menschen neigen dazu, für alles eine Erklärung zu finden.

Fallen die Kurse an einem Tag, dann scheinen wir irgendwie eine Beruhigung dadurch zu erlangen, dass wir aus den Medien erfahren, dass der Ölpreis-Anstieg der Grund war. (Die Krise im Irak war wohl dafür verantwortlich.)

An einen Tag mit steigenden Kursen freuen wir uns, dass diesmal der Ölpreis-Anstieg die Anleger beflügelt hat. (Der gestiegene Ölpreis als Ausdruck wachsender Nachfrage soll die Konjunktur-Sorgen gedämpft haben.)

Sie sehen: Wenn Sie nur „entsprechend“ argumentieren, können Sie praktisch jedes Argument als Anlass für eine Kursbewegung verwenden.

 

Kursbewegung entsteht einzig aufgrund von Angebot und Nachfrage

Doch ist eine Erklärung für eine Kursbewegung wirklich erforderlich? Ich behaupte: Nein!

Kurse bewegen sich ausschließlich aufgrund von Angebot und Nachfrage: Überwiegt das Angebot, fallen die Kurse. Ist die Nachfrage höher, steigen die Kurse.

So einfach ist das. Und mehr müssen Sie auch nicht wissen! Denn:

Die Anleger, die für eine Kursbewegung „gesorgt“ haben, hatten gewiss in jedem Einzelfall Gründe für ihr Handeln. Verlustbegrenzung, Gewinnmitnahme, Glattstellung aufgrund von Abwesenheit, Tipp vom Nachbarn, Ölpreisanstieg und wo weiter und so fort. Alles ganz individuell.

 

Wichtig ist nur, DASS Bewegung entsteht!

Wichtig ist nach meiner mehr als 34-jährigen Börsenerfahrung ausschließlich, DASS sich etwas bewegt. Einzig aufgrund einer Kursbewegung können wir mit Hilfe der Charttechnik unsere Schlüsse aus dem ziehen, was uns der MARKT an Informationen LIEFERT!

Schauen wir dazu einmal auf den aktuellen DAX-Tages-Chart:

 

DAX (Tages-Chart)

DAX_140721

DAX: Die Charttechnik bietet Ihnen mannigfaltige Informationen zur Einschätzung eines Marktes

(Zum Vergrößern bitte in den Chart klicken!)

 

Hier nur eine Auswahl der offensichtlichsten Charttechnik-Informationen, die Sie mit Hilfe der Chartanalyse erlangen können.

 

Dieser Chart liefert Ihnen unter anderem folgende Fakten:

- Sie sehen einen wichtigen Widerstand bei 9.800: Dieser ehemalige Widerstand (bis zum blauen Balken) wandelte sich im Juni kurz – und im Übrigen aus Sicht der Charttechnik bilderbuchmäßig – nach einem Pull-Back zur Unterstützung. Der erneute Durchbruch am vergangenen Mittwoch erwies sich letztlich als untauglicher Versuch. Womit die 9.800 nun wiederum als Widerstand fungiert.

- Der Aufwärtstrend seit März (rote Linie) wurde am 8. Juli nach unten verlassen. Auch die sich anschließende Bewegung ist wie aus dem Bilderbuch der Charttechnik: Pull-Back an oder in die Nähe der zuvor durchbrochenen Trend-Linie.

- Die 50-Tagelinie, die den mittelfristigen Trend darstellt, erwies sich zunächst als Unterstützung, nun jedoch als Widerstand (gelber Kreis).

- Nun „droht“ ein Durchrutschen auf den langfristigen Trend, den 200-Tage-Gleitenden Durchschnitt. Diese notiert aktuell bei 9.439 und steigt täglich um gut 5 Punkte.

- Worst Case-Szenario wäre ein DAX-Rückfall auf die Unterstützung bei 8.900 Punkten.

- Eine sehr wichtige Information liefert uns auch das On-Balance-Volumen (OBV): Einige Tage nach dem Ausbruch des DAX über 9.800 Punkte fassten die Großinvestoren Mut und stiegen ein – der vorherige Widerstand (pinkfarbene Linie) wurde überboten.

- Bislang war der DAX-Rücksetzer noch nicht wesentlich durch Großinvestoren „unterstützt“. Das könnte sich nun jedoch ändern (blauer Kreis), falls der DAX weiter absinkt. Erhöhtes Angebot der Großinvestoren würde den DAX weiter unter Druck setzen.

 

Fazit

Sie sehen: Die Gründe, die zu Kursbewegungen führen, sind für Ihren eigenen Investment-Erfolg IRRELEVANT. Wichtig ist einzig, dass Kursbewegungen ENTSTEHEN. Denn:

Nur aufgrund von Bewegung können wir Charts analysieren. Mit Hilfe der Charttechnik können wir daraus unsere Schlüsse für eine „mögliche“ Kursentwicklung in der Zukunft ziehen. Ich sage bewusst „mögliche“.

Denn das bedeutet nicht, dass sich ein Szenario IMMER exakt so entwickelt, wie von uns analysiert. Schließlich sind die meisten Marktteilnehmer menschliche Wesen, die aufgrund ganz individueller Beweggründe Handelsentscheidungen treffen.

Bei der Chartanalyse geht es daher einzig darum, die aus den Handelsentscheidungen entstandenen Kursbewegungen zu analysieren und daraus Wahrscheinlichkeiten abzuwägen – Wahrscheinlichkeiten für eine mögliche Kursbewegung in der Zukunft.

Mein Tipp: Schalten Sie beim nächsten Börsen-TV-Kommentar einfach mal den Ton ab!

 

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr Andreas Sommer

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Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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