Sommers Charttechnik-Signale

Wann machen Banken zur Abwechslung mal wieder ausschließlich legale Geschäfte?

Also ich weiß ja nicht, wie es Ihnen dabei geht. Aber ich hatte nach der Finanzkrise 2008 und der massiven Überlebenshilfe durch uns Steuerzahler eigentlich angenommen, die Banken hätten aus den Fehlern ihrer Gier gelernt.

Stattdessen lese ich gefühlt einmal pro Monat über irgendwelche aufgedeckten Straftaten, illegale Geschäfte und drakonische Strafen durch Gerichte oder (über-)staatliche Institutionen.

Und ganz aktuell wurde wieder mal eine deutsche Bank erwischt: Die Commerzbank. Vermutlich trifft es sogar noch mindestens ein weiteres deutsches Kreditinstitut.

Commerzbank: Drastische Strafe droht

Im Handelsblatt Online erfahren wir heute beim ersten Schluck aus der Kaffeetasse: Die Commerzbank soll illegale Geschäfte mit Ländern betrieben haben, die auf der sogenannten „schwarzen Liste“ der USA stehen: Iran und Sudan. Derzeit soll das zweitgrößte Bankhaus Deutschlands mit den amerikanischen Behörden einen Vergleich aushandeln.

Was die Amerikaner mit den Geschäften einer deutschen Bank zu tun haben, fragen Sie? Nun die Commerzbank macht auch in den USA Bankgeschäfte. Und da kommt es nicht gut an, wenn man Geschäfte mit Ländern macht, die in den Vereinigten Staaten verboten sind.

Davon abgesehen frage ich Sie: Ist es für eine Commerzbank wirklich unabdingbar, mit einem Land wie dem Sudan Bankgeschäfte zu tätigen…?

Über den Umfang des offensichtlich angestrebten Vergleichs zu spekulieren, steht mir nicht zu und wäre mir auch völlig unmöglich. Aber mir ist noch gut im Gedächtnis, dass die französische Bank BNP Paribas noch vor wenigen Tagen mit einer Strafzahlung in Höhe von gigantischen 8,9 Mrd. USD belegt wurde.

Ganz so übel wird es für die „gelben“ Banker wohl nicht ausgehen. Immerhin schreibt das Handelsblatt Online dazu:

„Denn im Gegensatz zu BNP Paribas soll die Commerzbank nicht versucht haben, die Verbote zu umgehen und habe auch bereitwillig zur Aufklärung beigetragen.“

Nun ja: Selbst die Hälfte oder ein Viertel der BNP-Strafzahlung wäre wohl auch für die Commerzbank ein übler Brocken…

 

Deutsche Bank wohl auch wieder „dabei“

Laut Handelsblatt Online soll aber auch ein deutsches Kreditinstitut in derartige Geschäfte verwickelt gewesen sein, das in den vergangenen Jahren kein Fettnäpfchen ausgelassen hat, in das man nur irgendwie rein treten konnte: Die Deutsche Bank.

Noch einmal Quelle Handelsblatt Online: „Denn die Strafe für das zweitgrößte deutsche Geldinstitut dürfte ein Gradmesser für die Strafe sein, die auch der Deutschen Bank in den USA noch bevorsteht.“

Also ich weiß ja nicht, wie Sie das handhaben. Aber ich weigere mich, Aktien von Unternehmen zu handeln, die nachweislich illegale Geschäfte betrieben haben. Erst recht weigere ich mich, wenn solche Konzerne dies – trotz aller Strafen – dennoch immer wieder tun.

 

Charttechnik Bankaktien: NULL Kaufgründe!

Davon einmal abgesehen, gibt es im Fall Deutsche Bank & Commerzbank aus Sicht der Charttechnik ohnehin keinen einzigen Grund, diese Aktien zu kaufen. Doch schauen Sie selbst:

 

Deutsche Bank & Commerzbank im 10-Jahres-Chart

Deutsche Bank und Commerzbank von 2007 bis 2014_140708

Es gibt weiterhin NULL Gründe, diese Bankaktien zu kaufen!

(Zum Vergrößern bitte in den Chart klicken!)

 

Beide Bankaktien befinden sich seit sieben Jahren im mehr oder weniger „freien Fall“.

Die Deutsche Bank-Aktie hat sich in ihrem Abwärtstrend seit dem Sommer 2007 im Kurs geviertelt. Die Commerzbank hat – dank diverser Kapitalerhöhungen – seither gar -95% an Wert verloren. Daran ändert auch die zwischenzeitliche Fast-Kursverdreifachung vom Juli 2013 bis April 2014 nichts.

Die Deutsche Bank hat sogar im vergangenen Monat ein klares Verkaufssignal ausgeprägt (gelber Kreis): Der Kurs rutschte aus einem symmetrischen Dreieck nach unten raus.

Ich sehe im Chart derzeit nichts, was an diesen Trends etwas ändern sollte. Die eingangs geschilderte Nachrichtenlage dürfte die Abwärtstrends bei beiden Banken eher wieder verschärfen.

 

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr Andreas Sommer

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Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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