Sommers Charttechnik-Signale

Nasdaq Composite auf dem Sprung

Auch wenn sich die Point&Figure-Charttechnik von ihrer Struktur her klar von der traditionellen Charttechnik unterscheidet: Nach meiner langjährigen Erfahrung kommen beide Strategien in ihrer Beurteilung der Märkte und Aktien in gefühlt 90% aller Fälle zu gleichartigen Ergebnissen.

Mal gibt die eine, mal die andere Charttechnik etwas früher Hinweise. In meinem gestrigen Beitrag hatte ich Ihnen dokumentiert, dass Point&Figure in der aktuellen Börsenphase schon optimistischer ist.

Heute möchte ich Ihnen anhand des Nasdaq Composite aufzeigen, warum sich die herkömmliche Chartanalyse-Methode bis dato noch schwertut, eine ähnlich positive Beurteilung abzugeben.

Die Point&Figure-Charttechnik betrachtet ausschließlich die Kursentwicklung von Märkten. Umsätze und der Zeitfaktor spielen hier keine Rolle.

Vor allem letzteres ist vermutlich der Grund, warum sich traditionelle Charttechniker bei Point&Figure schwerer zurechtfinden. Dennoch ist es meiner Ansicht nach die Mühe wert, beide Charttechniken gleichwertig nebeneinander in der Analyse zu verwenden.

 

Umsatz und Zeit machen den Unterschied

Die Umsätze sind in der traditionellen Charttechnik quasi das Pendant zum Bullish-Percent-Index bei Point&Figure. Mit ihrer Hilfe können Sie das Verhalten der Großinvestoren verfolgen.

Die einfachste Art der Anwendung sind die Umsatzbalken, die unter dem Chart eingeblendet werden. Hilfreich sind hier farblich unterschiedliche Balken, üblicherweise rot für fallende und grün für steigende Notierungen.

Doch selbst dann ist es nicht ganz einfach, die Umsätze richtig einzuordnen. Ein von mir angewendetes Hilfsmittel ist, eine 50-Tagelinie der Umsätze einzuzeichnen. So lässt sich immerhin optisch schneller beurteilen, wie sich die Umsätze eines Marktes im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen 50 Handelstage verhalten.

 

Die besseren Umsatzbalken: Das On-Balance-Volumen

Neben den Umsatzbalken nutze ich gerne das On-Balance-Volumen (OBV). Dieser Indikator zeichnet nach, ob Geld in einen Markt hinein oder aus ihm heraus fließt.

Zur Berechnung werden einfach die Umsätze einer Zeitperiode (also beispielsweise täglich, wöchentlich, monatlich) mit den Kursveränderungen dieser Zeitperiode multipliziert und anschließend kumuliert.

Negative Kursveränderungen steuern demnach auch negative Teilergebnisse bei. Starke Kursveränderungen gepaart mit hohen Umsätzen sorgen daher für die größten Ausschläge im OBV nach oben oder unten.

 

Umsatzbalken Nasdaq: Müde Vorstellung

Genug der Vorrede. Lassen Sie uns nun auf zwei Charts schauen, die beide Analysemethoden zeigen, Umsatzbalken mit 50-Tagelinie und On-Balance-Volumen. Dazu habe ich den Nasdaq Composite ausgewählt, also den Index schlechthin für die US-Technologie-Aktien.

 

Nasdaq Composite mit Umsatzbalken

Nasdaq Composite mit Umsatz_140610

Umsätze ziehen im jüngsten Aufwärtstrend nicht mit

(Zum Vergrößern bitte in den Chart klicken!)

 

Aufwärtstrends sollten möglichst mit Kursveränderungen von mehr als +1% starten, die wiederum von überdurchschnittlichen Umsätzen begleitet werden. Mindestens sollten wir in der Aufwärtsbewegung indes überdurchschnittliche Umsätze sehen.

Im Chart sehen Sie, dass diese Bedingungen in den vorangegangenen drei Aufwärtswellen jeweils erfüllt wurden (vertikale blaue Balken). Überdies sehen wir eine ansteigende Tendenz in der 50-Tagelinie der Umsätze (pinkfarbener Pfeil).

In der Mitte Mai gestarteten Aufwärtsbewegung gab es lediglich einen Handelstag, der überhaupt annähernd an die blaue Durchschnittslinie herankam (gelber Kasten). Im Chart ist das schwer zu erkennen, aber tatsächlich blieb der Umsatz auch an diesem Tag unter der 50-Tagelinie.

Die Durchschnittslinie sinkt – trotz des deutlichen Kursanstieges – weiter ab (roter Pfeil). Immerhin lagen die Umsätze in der vergangenen Handelswoche schon etwas näher an der 50-Tagelinie.

 

On-Balance-Volumen

Schauen wir nun noch auf das On-Balance-Volumen.

 

Nasdaq Composite mit On-Balance-Volumen

Nasdaq Composite mit On-Balance-Volumen_140610

Nasdaq und OBV unmittelbar vor dem Sprung in neue Dimensionen

(Zum Vergrößern bitte in den Chart klicken!)

 

Sie sehen es sicherlich selbst: Die Verknüpfung von Umsatz und Kursbewegung bringt hier den entscheidenden Vorteil.

Dieser Chart wirkt deutlich „freundlicher“ als der mit den Umsatzbalken. Ganz sicher jedoch fällt die Analyse bzw. Beurteilung mit Hilfe des On-Balance-Volumens leichter.

Der Basis-Aufwärtstrend von September 2013 bis Februar 2014 war völlig intakt, wie der pinkfarbene Pfeil verdeutlicht. Danach ging der Indikator in eine Seitwärts-Bewegung über: Trotz des Kursrückgangs um fast -10% im März / April sackte das On-Balance-Volumen nur geringfügig ab.

Das zeigt eine gewisse Grundstärke der Nasdaq. Und immerhin sehen wir hier seit Beginn des jüngsten Aufwärtstrends Mitte Mai (gelber Balken) auch eine Aufwärtstendenz im OBV.

 

Fazit:

Tatsächlich steht das OBV, wie auch der Nasdaq Composite selbst, unmittelbar vor dem Sprung in neue Dimensionen. Insofern passt dazu der Bullish-Percent-Index, der ja bislang noch nur auf Bear Correction steht.

Ich hoffe, dies macht deutlich, warum Point&Figure in der Gesamtbeurteilung der Wall Street diesmal hauchdünn die Nase vorn hat. Sie können es aber auch positiv interpretieren: Die gestern aufgezeigte, erfreuliche Entwicklung in der Point&Figure-Charttechnik für die gesamte Wall Street erhöht die Wahrscheinlichkeit einer feinen Sommer-Rallye.

 

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr Andreas Sommer

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Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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