Sommers Charttechnik-Signale

Warum Sie bei US-Pharmaaktien derzeit Vorsicht walten lassen sollten

In der US-Pharmabranche geht es zurzeit hoch her: Eine Übernahme jagt die andere. Das ist nicht selten ein typisches Phänomen, wenn sich ein Trend seinem Ende nähert. Und die amerikanischen Pharmawerte haben seit August 2011 einen mehr als fantastischen Lauf.

Seither hat sich der Branchen-Index mit einem Zuwachs von +93,3% annähernd verdoppelt. Aus Sicht der Charttechnik gibt es nun jedoch erste Warnhinweise, dass der Pharmasektor vor einer größeren Korrektur stehen könnte.

Wie Sie es erwarten können, möchte ich vor Entwicklungen warnen, BEVOR sie eintreten. Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, nutzt Ihnen die Information schließlich nichts mehr.

Übernahme-Boom in der Pharma-Branche

Pfizer will Astra Zeneca übernehmen. Forest Laboratories kündigt die Akquisition von Furiex Pharmaceuticals an. Bayer und der britische Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser sollen sich für die Sparte der nicht verschreibungspflichtigen Arzneien des US-Pharma-Giganten Merck & Co (bitte nicht verwechseln mit der deutschen Merck KGaA!) interessieren.

Wenn die Aktienkurse in einer Branche lange genug geklettert sind, bekommen deren Vorstandschefs häufig eine Art Torschlusspanik: Es muss auf jeden Fall noch ein Wettbewerber übernommen werden, weil er ja Morgen bereits viel teurer sein könnte.

Manche Bosse lernen es eben einfach nicht und verhalten sich in dieser Hinsicht wie unerfahrene Privatanleger.

Dabei macht es Warren Buffett seit Jahrzehnten vor, WANN man am besten gute Firmen einkauft: Dann, wenn sie am Boden liegen und nur eine Starthilfe benötigen. Denn genau dann sind sie preiswert zu haben.

Beinahe regelmäßig folgt einem solchen „Akquisitions-Wahn“ der Absturz der Kurse. Das muss in der US-Pharmabranche nun nicht zwangsläufig folgen. Doch es gibt ernst zu nehmende Hinweise, in diesen Wochen Vorsicht walten zu lassen.

 

Großinvestoren trennen sich bereits von ihren Pharma-Beständen

Nach einem Wertzuwachs von bis zu +93,3% in gut 2 ½ Jahren wäre die Zeit für eine Korrektur ohnehin „reif“. Schauen wir dazu einmal gemeinsam auf die nachfolgende Grafik.

Auf der linken Seite finden Sie den Wochenchart, rechts den Tageschart, jeweils begleitet vom On-Balance-Volumen (OBV).

Durch die Verknüpfung der Umsätze mit den Kursveränderungen verfolgt dieser Indikator das Verhalten der Großinvestoren. Und es lohnt sich für uns Investoren eigentlich immer, deren Trends zu folgen.

 

Dow Jones US Pharmaceuticals Index

Dow Jones US Pharmaceuticals Index-29-04-2014

Großinvestoren begleiten die jüngste Aufwärtsbewegung der US-Pharmaaktien nicht mehr

(Zum Vergrößern in den Chart klicken!)

 

Auf dem Wochenchart scheint die Welt noch völlig in Ordnung zu sein: Ungebrochener Anstieg des Dow Jones US Pharmaceuticals Index und auch des OBV.

Die Misere wird indes auf dem Tageschart sichtbar. Genauer gesagt, bei der Entwicklung des OBV. Jedes neue Hoch im Branchen-Index wurde nämlich von weniger Großinvestoren begleitet (violetter Bogen).

Der gestrige Versuch, das bisherige Rekordhoch nachhaltig zu überwinden, scheiterte erst einmal. Der Index schloss unter der alten Bestmarke (pinkfarbene Linie).

 

Fazit

Die Großinvestoren tun das, was sie immer tun (müssen), wenn Sie Gewinne mitnehmen möchten. Sie verkaufen in mehreren Wellen, weil sie sich sonst selbst die Kurse kaputt machen würden.

In einem gesunden Aufwärtstrend sollten neue Hochs im Index oder einer Aktie möglichst auch durch neu herein strömendes Kapital bestätigt werden. Wenn mal ein Top nicht sofort auf diese Weise bestätigt wird, muss deshalb zwar nicht gleich die Welt untergehen.

Beim US-Pharma-Index wurden inzwischen jedoch die letzten drei Tops nicht mehr bestätigt. Das On-Balance-Volumen generierte sogar jeweils tiefere Tiefs. Das zeigt:

Die Großinvestoren verkaufen per Saldo, bauen also bestehende Positionen ab. Und das ist inzwischen ein Trend.

Falls Sie also US-Pharma-Aktien halten, sollten Sie die Stops enger ziehen. Für einen Einstieg ist es derzeit definitiv zu spät. Die Risiken einer signifikanten Korrektur sind offensichtlich.

 

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr

Andreas Sommer

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Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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