Sommers Charttechnik-Signale

Droht Apple das „Microsoft-Schicksal“? – Teil 2

Bleibt das Top vom September 2012 für die kommenden 12 Jahre das historische Hoch für Apple? Mit dieser Frage, dies sich auf die seitwärts gerichtete Kursentwicklung von Microsoft seit dem Jahr 2000 bezog, endete gestern der erste Teil meines Beitrags zu Apple.

Die vom iPhone-Erfinder erzielten Ergebnis-Daten seit 2004 sprechen leider für diese These. Wir werden gleich gemeinsam auf dies Zahlen und die daraus resultierenden Wachstumsraten schauen.

Und Sie werden dann Parallelen zur Entwicklung bei Microsoft erkennen.

Das Ende früherer Wachstumsraten

Wie in meinem Vortrag „Die Magie des Gewinnwachstums“ auf der Anlegermesse INVEST am 4. April habe ich die Geschäftszahlen von Apple seit dem Jahr 2004 für Sie übersichtlich aufbereitet.

Schauen wir dazu gemeinsam auf die nachfolgende Grafik:

 

Apple-Ergebnisse seit 2004 (Umsatz und Gewinn in 100.000 $, Schlusskurse und Ergebnisse je Aktie in $)

Ergebnisse Apple von 2004 bis 2013

Apple-Ergebnisse: 2013 drastisch geschrumpftes Wachstum

(Zum Vergrößern in den Chart klicken!)

 

Bis ins Jahr 2012 steigerte Apple (mit 2 Ausnahmen) seinen Umsatz jeweils um mehr als +39% per anno. Das Gewinnwachstum sank in diesem Zeitraum nie unter +35% und lag in der Spitze bei +402%!

Doch dieses Bild hat sich seit 2013 gewandelt:

Der 3-Jahres-Durchschnitt zeigt für das vergangene Geschäftsjahr (endet jeweils am 30.09.) beim Umsatz mit +40% noch eine Entwicklung „im Rahmen“. Doch Sie sehen, dass 2013 mit einem Plus von nur noch +9% bereits aus dem Rahmen fällt.

Beim Nettogewinn ist der 3-Jahres-Durchschnitt erstmals seit 2004 unter +60% gerutscht. Und das mit „nur noch“ +45% sogar deutlich.

Bezeichnend ist auch die Entwicklung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV), das von 57,0 im Jahr 2004 auf nur noch 11,2 per September 2013 gesunken ist. Übersetzt heißt das nicht anderes, als dass die Marktteilnehmer ihre Erwartungen bezüglich des Gewinnwachstums drastisch zurückgeschraubt haben.

 

Fazit

Apple droht das Schicksal, das letztlich allen Wachstumsaktien irgendwann widerfährt: Das Ende des überproportionalen Gewinnwachstums und der Übergang zu einem „etablierten“ Großkonzern mit „normalen“ Gewinnwachstumsraten.

Die Börse honoriert erzieltes Gewinnwachstum, noch mehr jedoch erwartetes Gewinnwachstum. Wenn Letzteres nachlässt, endet regelmäßig auch der Gipfelsturm der Wachstumsaktie. Wird die veränderte Erwartung dann auch noch bestätigt, ist die „Luft endgültig raus aus der Aktie“.

Da wir Menschen indes Gewohnheitstiere sind, möchten wir gerne glauben, dass ein Kursanstieg über 9 ½ Jahre, wie bei Apple, nicht einfach so endet. Die Wahrheit erkennen wir dann – leider – oft zu spät.

Wohlgemerkt: Sie werden auch weiterhin mit der Apple-Aktie ordentliche Kursgewinne erzielen können. Allerdings werden Sie sich dafür mehr anstrengen müssen:

Kaufen, die nächsten Jahre liegenlassen und dabei zusehen, wie man reich wird, wird bei Apple mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr funktionieren.

Es sei denn, Apple gelingt eine ähnlich inspirierende Produktneuheit wie früher mit iPod, iPhone oder iPad. Doch daran habe ich – erst recht seit dem Tod des charismatischen Firmenchefs Steve Jobs – erhebliche Zweifel!

 

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr

Andreas Sommer

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Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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