Sommers Charttechnik-Signale

Ausführliche Analyse: ATX (Österreich)

Heute setze ich die Analyse der bedeutenden Marktindizes in Europa und den USA mit dem österreichischen Leitindex ATX fort. Intention ist, Ihnen einen ausführlichen Überblick über Chancen und Risiken der aktuellen Aktienmarkt-Lage zu vermitteln und dabei die individuelle Verfassung der jeweiligen Marktsegmente zu betrachten.

Bislang hatte ich für Sie bereits DAX, MDAX, SDAX und TecDAX unter die Lupe genommen. Geplant sind noch der schweizerische SMI Kursindex und danach die wichtigsten Indizes der Wall Street. Um für alle besprochenen Indizes eine gleichartige Betrachtung zu gewährleisten, verwende ich bei allen Analysen einen vierteiligen Überblick-Chart.

Links oben finden Sie einen Point&Figure-Chart und links unten einen Jahreschart mit RSI (Relative Stärke Index). Rechts oben zeige ich einen Wochenchart mit einem Vergleichsindex und dem On-Balance-Volumen. Rechts unten dann den Tageschart mit drei Tagelinien (kurz-, mittel- und langfristig) sowie den Umsätzen (so vorhanden).

 

ATX-Analyse

Der größte Unterschied zu den bisher besprochenen deutschen Marktindizes springt sofort ins Auge:

Während die meisten Aktienindizes identische Rekordhochs in den Jahren 2000 und 2007 markiert haben, hat der österreichische Index seine in den Jahren 1998 und 2007 ausgebildet. Dieses komplett vom weltweiten Trend abweichende Verhalten legt der ATX auch in den beiden letzten Jahren an den Tag:

Wie im Monatschart unten links zu sehen, hat der ATX bis dato weder seinen im Jahr 2007 aufgestellten Höchststand bei 5.010,93 überboten, noch das Hoch vom Februar 2011 bei 3.012 Zählern. Damit demonstriert der ATX eine signifikante Relative Schwäche gegenüber den deutschen Marktindizes.

ATX (Österreich) – Chartüberblick

ATX-27-01-2014

ATX: Relativ schwacher Aufwärtstrend – Unterstützung um 2.460/2.480 – Gefahr unterhalb von 2.440

 

(Zum Vergrößern in den Chart klicken!)

 

Point&Figure-Chart

Für die Analyse habe ich die sogenannte Bulls-Eye-Broker-Einstellung gewählt mit 20 Punkten pro Kästchen.

Klar: Trotz der Relative Schwäche bewegt sich auch der ATX in einem klaren Aufwärtstrend. Innerhalb dieses Aufwärtstrends hat er vor wenigen Tagen in den Korrekturmodus geschaltet (aktuelle O-Säule). Auch der österreichische Leitindex hat eine Serie von Kaufsignalen generiert, die allerdings immer wieder von kleineren Verkaufssignalen unterbrochen wurde.

Da diese jedoch jeweils oberhalb der Bullish-Support-Lines (gestrichelte schwarze Linie) stattfanden, blieb der Aufwärtstrend intakt. Das jüngste Kaufsignal wurde am 9. Januar 2014 mit Erreichen der Marke 2.680 ausgebildet. Vertikales Kursziel dieses Kaufsignals ist 3.260 (das wäre über dem 2007er-Top), das durch den laufenden Rücksetzer (O-Säule) „aktiviert“ wurde. Eine neue X-Säule würde dieses Kursziel nun bestätigen.

Der Point&Figure-Chart zeigt eine massive Unterstützung bei 2.460 (blaue Linie). Zusätzlich bietet die Bullish-Support-Line (gestrichelt schwarz) bei 2.480 Punkten Halt.

Erst ein ATX von 2.440 Punkten würde das positive Szenario widerlegen und ein Verkaufssignal generieren. Hier wäre auch die Bullish-Support-Line unterschritten. Eine High-Pole-Warnung würde aufgrund der sehr langen aktuellen X-Säule bei 2.580 generiert. Hier wäre mehr als die Hälfte des jüngsten Anstiegs korrigiert worden.

 

Monatschart

Ein Aufbruch in neue Kursdimensionen (pinkfarbene Horizontale) würde erst oberhalb von 5.010 Punkten eingeleitet. Immerhin wäre ein Überbieten des 2007er-Hochs ein positives Signal.

Der RSI ist vor kurzem auf der Kaufseite (über 50%) in den Trend-Bereich (ab 55%) gewechselt. Das ist ein ermutigendes Signal. Im eingezeichneten Trend-Kanal ist überdies noch Raum nach oben.

 

Wochenchart

Der ATX befindet sich in einem intakten Aufwärtstrend. Allerdings entwickelt sich der Index seit Mitte 2011 gravierend schlechter als der DAX (oranger Kursverlauf).

Das On-Balance-Volumen (OBV) zeigt Ihnen an, ob Geld in einen Markt hinein oder aus ihm heraus fließt. Der Indikator dokumentiert seit August 2013 einen Aufwärtstrend und weist bis dato noch keine Divergenz auf (höherer Index-Stand, aber niedrigerer Indikatorwert).

 

Tageschart

Alle 3 Tagelinien weisen nach oben. Doch auch hier sehen Sie einen klaren Unterschied zu den deutschen Marktindizes: Hier fungiert nämlich nicht der kurzfristige Durchschnitt, die 20-Tagelinie, sondern ebenfalls häufig die mittelfristige 50-Tagelinie als Unterstützung bei den Korrekturen. Im Dezember 2014 wurde die 200-Tagelinie sogar kurzzeitig nach unten durchbrochen.

Mit dem jüngsten Kursrücksetzer hat sich der überhitzte Aufwärtstrend etwas abgekühlt. Die aktuell bei 2.600 verlaufende 50-Tagelinie bietet nun zusätzlich Unterstützung.

 

Fazit:

Der ATX führt ein echtes Eigenleben. Er hat sich schon Ende der 1990er-Jahre vom globalen Trend weitgehend abgekoppelt. Die Rekordmarken aus den Jahren 2007 und 2011 konnten bislang nicht überboten werden.

Immerhin weist der österreichische Leitindex zurzeit einen gesunden langfristigen Aufwärtstrend auf.

Ein Sprung über das Hoch aus 2011 bei 3.012 Punkten wäre ein positives Signal. Tatsächlich weist das jüngste Kaufsignal aus dem Point&Figure-Chart ein aktiviertes, aber noch nicht bestätigtes Kursziel von 3.260 Punkten auf.

Der RSI im Monatschart lässt aufgrund seines Verlaufs eine solche Entwicklung zu. Auch dies passt also zur Interpretation des Point&Figure-Charts.

Die Point&Figure-Charttechnik zeigt im Bereich von 2.460 / 2.480 eine massive Unterstützung an. Erst ein ATX unter 2.440 Punkten wäre als Verkaufssignal einzustufen und würde das vorsichtig optimistische Langzeit-Szenario widerlegen.

 

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr

Andreas Sommer

 

P.S.: Nun ist es offiziell: +46,9% Wertzuwachs in 2013 mit der Momentum-Trader-Strategie

Die Performance meines Börsendienstes Momentum-Trader „Gewinne mit Wachstumsaktien“wird von der unabhängigen Vermögens-Controlling-Gesellschaft WSH vierteljährlich kontrolliert und ermittelt.

Die WSH attestiert mir jetzt: Mit dem Momentum-Trader verdienten meine Leser im vergangenen Jahr exzellente +46,9%! Damit haben wir praktisch alle anderen Aktienmärkte in 2013 klar hinter uns gelassen.

In Zahlen ausgedrückt: Aus 50.000 Euro wurden 73.450 Euro, aus 100.000 Euro hätten Sie 146.900 Euro gemacht.

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Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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