Sommers Charttechnik-Signale

Bahnt sich eine neue Krise im Euro-Raum an?

In der vergangenen Woche gab es zwei bemerkenswerte Entwicklungen an den Finanzmärkten, die von den Medien und Analysten bislang unbemerkt geblieben sind.

Dabei handelt es sich um deutschen Anleihemarkt und das Währungspaar Euro/USD. In beiden Märkten gibt es auffällige Bewegungen aus Sicht der Charttechnik.

Schauen wir uns das einmal näher an.

Regelrechter Renditeabsturz

Beginnen wir mit der Umlaufrendite. Dabei handelt es sich um die durchschnittliche Rendite aller im Umlauf befindlichen, inländischen festverzinslichen Anleihen erster Bonität, also Staatsanleihen. Die Umlaufrendite wird börsentäglich von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht.

 

umlaufrendite-04-11-2013

 

(Zum Vergrößern bitte in die Grafik klicken!)

Wie Sie sehen, hatte die Umlaufrendite zwischen Mai 2012 und August 2013 eine breite Bodenbildung (gestrichelte pinkfarbene Linien) vollzogen. Nach einem Fehlversuch im Juni brach die Rendite dann erstmals aus dieser Bodenbildung nach oben aus (blauer Kreis).

Der Rücksetzer Ende September war als charttechnisch völlig normaler Rücksetzer (Pull-Back) auf die Ausbruchslinie zu interpretieren. Von dort aus hätte sich der Aufwärtstrend mit neuen Hochpunkten fortsetzen sollen.

Die Aufwärtsbewegung brach jedoch unvermittelt ab. Die Umlaufrendite fiel in der vergangenen Woche sogar wieder in die ehemalige Bodenbildungszone zurück (gelber Kreis).

Noch bedeutsamer ist indes das Signal, das vom 50-Tage-Momentum (zeigt Schwung und Dynamik einer Kursbewegung) ausgeht: Hier wurde der seit Juni 2012 bestehende Aufwärtstrend nach unten durchbrochen (gelber Kreis).

Auffällig ist der regelrechte Absturz sowohl der Umlaufrendite als auch des Momentums. Überdies ist der Indikator in den Minusbereich abgerutscht. Somit wird negatives Momentum aufgebaut.

 

Doppeltop-Bildung möglich

Schauen wir nun auf den Chart vom Euro/USD:

 

euro-usd-04-11-2013

 

(Zum Vergrößern bitte in die Grafik klicken!)

Hier sehen Sie, dass der Euro/USD im Oktober ein Doppelhoch ausgebildet hat. Es sah zunächst nach einem gelungenen Ausbruch über das Januarhoch bei 1,3595 aus (grüner Kreis). Doch seit vergangenem Donnerstag stürzte das Währungspaar regelrecht ab.

Auch wenn sich der Euro/USD noch in dem im Juni etablierten Aufwärtstrend bewegt: Die Indikatoren Momentum und Relative Stärke Index (RSI) signalisieren einen baldigen Rutsch aus dem Trend-Kanal.

Beide Indikatoren haben ihre ebenfalls seit Juli bestehenden Aufwärtstrend-Linien nach unten durchbrochen. Der RSI ist sogar in den freien Fall übergegangen und erinnert an die Situation im Juni (blauer Kreis).

Tatsächlich könnte nun eine Doppeltop-Chartformation entstehen. Allerdings kann dies noch eine Weile dauern, denn: Dazu müsste die Nackenlinie bei 1,2750 nach unten durchstoßen werden.

Das Mindest-Kursziel liegt wohl auf dem Niveau der 200-Tagelinie. Sollte diese durchbrochen werden, würde sich die Charttechnik weiter verschlechtern.

 

Fazit:

Beide Entwicklungen zusammengenommen könnten einen frühen Hinweis auf neue Turbulenzen im Euro-Raum darstellen: Der Euro fiel in der jüngeren Vergangenheit regelmäßig bei solchen Gelegenheiten – ich erinnere nur an die Zypern-Krise im Frühjahr 2013. Und:

Wenn die Umlaufrendite sinkt, werden deutsche Staatsanleihen gekauft. Die werden in solchen Krisensituationen von Investoren aufgrund ihrer vermeintlichen Sicherheit bevorzugt. Der dynamische Rückgang der Umlaufrendite deutet auf massive Käufe hin.

Ach ja: Ein gegenüber dem US-Dollar sinkender Euro beflügelt übrigens Investments in US-Aktien durch zusätzliche Währungsgewinne und bietet somit auch eine Art Schutz vor einem möglichen Euro-Risiko.

In meinem Börsendienst Momentum-Trader habe ich im bisherigen Jahresverlauf mit großem Erfolg weit überwiegend auf amerikanische Wachstumsaktien gesetzt. Bisherige Jahresperformance: +35,2%.

 

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr

Andreas Sommer

 

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Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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