Sommers Charttechnik-Signale

Dieser Satz existiert an der Börse nicht!

Am Wochenende las ich in einem Artikel des Handelsblattes eine Ansicht zum Goldpreis Laut Ansicht von Experten soll danach bei 1.100 USD eine „langfristige Preisuntergrenze“ für den Goldpreis liegen.

Die Begründung: Da die Goldförderung im Schnitt so viel koste, seien tiefere Notierungen allenfalls vorübergehend denkbar, da die Goldminen ansonsten ihre Produktion einstellen müssten.

Seien Sie mir nicht bös: Aber so einen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen!

Ich befasse mich nun seit mehr als 33 Jahren professionell mit der Börse. Und wenn ich in dieser Zeit eines gelernt habe, dann ist es diese Erkenntnis:

Der Markt schert sich einen „Dreck“ um das was Experten, Privatanleger, Sie oder ich von ihm erwarten. Wenn der Markt Goldpreise von weniger als 1.100 USD für fair hält, dann bewertet er das „gelbe Metall“ eben genau so!

Und wenn deshalb einige oder viele Goldminen aus Kostengründen nicht mehr mit Gewinn produzieren können, dann müssen sie entweder ihre Förderkosten senken oder die Produktion einstellen. Punkt!

Der Markt: Das sind nicht irgendwelche Experten, sondern alle Marktteilnehmer. Und wenn die irgendwann zu der Einsicht gelangen sollten, dass Gold mit 1.100 USD noch viel zu teuer bewertet ist, na dann wird der Preis eben fallen.

Geht nicht? Geht doch!

Fragen Sie doch einmal die Aktienanleger, die im August 2000 bei TecDAX-Ständen (der damals noch existierende Neuer Markt-Index wurde später durch den TecDAX ersetzt) zwischen 5.700 und 6.400 massiv Neuer-Markt-Aktien zurückgekauft hatten. Die waren zu jener Zeit ganz offensichtlich der Ansicht, dass die Aktien nach Index-Verlusten von 3.000 Punkten oder -42% seit dem 10. März 2000 inzwischen unterbewertet seien.

Als die Investoren am 28. Dezember 2000 Bilanz zogen, mussten Sie feststellen, dass der TecDAX nur noch bei 2.869 Punkten, also -55% niedriger notierte. Die Leidenszeit der damals so hochgelobten Technologie- und Internetaktien endete übrigens erst am 12. März 2003 bei einem TecDAX von 309,55 Punkten!!

Weil wir Menschen sind…

Die Marktteilnehmer, das sind wir alle. Und wir alle sind Menschen. Und weil wir Menschen sind, ändern wir hin und wieder unsere Ansichten über Dinge – auch über Bewertungen. Und das nicht selten ganz massiv.

Wenn Sie also demnächst wieder einmal irgendwo etwas über Preise lesen oder hören, die aus irgendwelchen Gründen heraus nicht mehr weiter steigen oder fallen können, dann erinnern Sie sich an die Jahre 2000 bis 2003.

Der Satz „tiefer / höher geht es nicht mehr“ existiert an der Börse nicht!

 

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr

Andreas Sommer

 

P.S.: Verfolgen Sie wöchentlich auf meiner Internet-Seite www.timingismoney.de meinen kostenlosen Service Börsenklima.

Wie die von mir entwickelten Börsenklima-Indizes funktionieren, können Sie hier ausführlich nachlesen. Die dort präsentierten Indikatoren helfen Ihnen dabei, die generelle Marktentwicklung besser einschätzen zu können.

Sämtliche Daten und Grafiken basieren auf den Wochenschlusskursen und werden von mir spätestens am Sonntag aktualisiert und kommentiert. Alle von mir dort vorgestellten Indikatoren werden bezüglich ihrer Berechnung und Interpretation ausführlich erläutert.

Ich lade Sie herzlich ein, meine Rubrik Börsenklima regelmäßig zu besuchen und sich so über den Marktzustand für Ihren eigenen Investment-Erfolg auf dem Laufenden zu halten.

 

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Ein Beitrag von www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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