Sommers Charttechnik-Signale

Wer hat behauptet, dass es einfach wird?

 

Während der Dow Jones und viele andere Marktindizes bereits mehrfach neue Rekordstände markieren, will dieses Kunststück dem S&P 500 und auch dem DAX einfach nicht gelingen.

Allerdings muss der DAX ein Heer von Skeptikern überzeugen. Bekanntlich neigen die deutschen Anleger ja besonders gerne zu Pessimismus und Skepsis. Und die Zypern-Krise ist da mal wieder Wasser auf die Mühlen.

Wer suchet, der findet (auch was auszusetzen)

Sicher: Wenn wir negative Aspekte finden wollen, dann müssen wir nur lang genug danach suchen. Beispielsweise könnten wir anführen, dass das On-Balance-Volumen (OBV) in dem nachfolgenden DAX-Chart wieder abwärts tendiert. Dieser Indikator zeigt bekanntlich an, ob Geld in einen Markt hinein oder aus ihm heraus fließt.

 

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(Zum Vergrößern bitte in die Grafik klicken!)

So tendierte das OBV – im Einklang mit dem DAX – von Ende Dezember 2012 bis Anfang März 2013 seitwärts. Nach dem Ausbruch aus dieser (grün unterlegten) Box fiel der deutsche Leitindex in der letzten Woche wieder in selbige zurück.

Zugegeben: Schöner wäre ein Aufsetzen auf die Box gewesen. Allerdings wurde sie auch noch nicht nach unten verlassen.

Beim 50-Tage-Momentum nach dem Bruch des Abwärtstrends nun einen Aufwärtstrend zu konstatieren, ist in meinen Augen vermessen. Auch hier kann bestenfalls eine Seitwärts-Bewegung attestiert werden. Immerhin bewegt sich der Indikator noch recht komfortabel im positiven Bereich und generiert damit auch positives Momentum.

Positiv ist meiner Ansicht nach das Verhalten im bisherigen Jahresverlauf zu bewerten. Nicht nur ich, auch viele andere Investoren, hatten nach dem unaufhaltsamen Anstieg um 839 Zähler von Mitte November bis Anfang Januar mit einer deutlicheren Korrektur gerechnet.

Stattdessen kam der DAX im Januar um gerade einmal 154 Punkte zurück und schwang sich Ende Januar auf ein neues Jahreshoch. Diesmal kam das Leitbarometer um rund 300 Punkte zurück – das Niveau von 7.500 geriet dabei nicht einmal in Gefahr.

Derart gemäßigte Korrekturen sind für gewöhnlich Merkmale eines starken Basistrends. Und wie uns ein erneuter Blick auf den Chart offenbart, geriete der seit Juni 2012 bestehende Aufwärtstrend erst bei etwa 7.800 Punkten in Gefahr (gestrichelte rote Linie). Kurz darunter wartet mit der 50-Tagelinie eine weitere solide Unterstützung.

Last not least ist dann da auch noch der langfristige Aufwärtstrend seit September 2011 (durchgezogene rote Linie).

Es benötigt Überzeugungskraft

Ich gehe weiterhin davon aus, dass wir auch im DAX schon bald neue Rekordstände verkünden können. Allerdings habe ich nie behauptet, dass dies einfach werden wird. Auch damit stehe ich wieder einmal im Kontrast zu vielen Analysten-Kollegen, die dieses Ereignis derzeit scheinbar einfach nicht abwarten können.

Auch habe ich schon im August 2012, bei einem DAX unter 7.000 Punkten, eine Index-Verdoppelung bis Ende 2015 für möglich erachtet. Zu jener Zeit war es unter den meisten Börsenbeobachtern noch ausgemachte Sache, dass es der DAX nicht einmal über 8.000 schaffen werde.

In meinem Börsendienst Momentum Trader schrieb ich meinen Lesern schon vor einigen Wochen folgende Zeilen:

Warum sind historische Bestmarken für die Zukunft der Aktienmärkte von solch hoher Bedeutung? Dies liegt in der menschlichen Psyche begründet. Wir Menschen neigen dazu, uns vorwiegend wichtige Erlebnisse in unserem Leben zu merken. Dazu gehören nun einmal solche Ereignisse wie die Hoch- oder Tiefpunkte an den Aktienmärkten in der Vergangenheit. Sie werden sich hingegen kaum gemerkt haben, wie der DAX zu einem x-beliebigen Datum zwischen zwei Extrempunkten notiert hat, es sei denn, Sie verbinden mit diesem Tag ein anderes wichtiges Ereignis. Die Erinnerung an solche Extrempunkte wird noch verstärkt, wenn Sie selbst in jenen Tagen aktiv investiert haben oder waren.

So werden Sie sich mit Sicherheit sehr ungerne daran erinnern, wenn Sie im Sommer oder Herbst 2007 massiv am Aktienmarkt eingestiegen waren, weil Ihnen die Medien seinerzeit DAX-Stände von 10.000 und mehr in wenigen Monaten versprachen. … Im darauf folgenden Finanzkrisenjahr 2008 halbierte sich der DAX!

Entsprechend ist dieses Allzeithoch bei vielen Investoren in der Erinnerung negativ belegt, insbesondere bei den Menschen, die im Jahr 2007 zu Aktienkäufen animiert wurden, die bis dahin nie etwas mit Dividendentiteln zu tun hatten. Nehmen Sie nun noch die globale Schuldenkrise hinzu, in der wir uns befinden, dann können sich sehr viele Marktteilnehmer DAX-Stände von 8.500 Punkten oder mehr einfach nicht vorstellen.

Um deren Perspektive zu verändern, muss der Aktienmarkt ihnen den „Beweis“ liefern, dass er doch zu völlig neuen Kursdimensionen imstande ist. Und das wird nur funktionieren, wenn DAX oder Dow Jones nachhaltig, also nicht nur für eine Momentaufnahme wie im Sommer 2007, die alten Rekordmarken überwinden.

Warten wir also geduldig auf die Beweise!

 

Ihr

Andreas Sommer

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Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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