Chart der Woche (Stand: 21.12.2012)

Börsenlogik einmal anders

Wenn Sie meine Analysen schon länger lesen, dann wissen Sie, dass ich bemüht bin, Ihnen dabei verschiedene Herangehensweisen näherzubringen. Vorzugsweise natürlich Techniken, die sich in meiner eigenen Praxis als nützlich und hilfreich erwiesen haben.

Zwischenhoch-Zwischentief-Technik

Eine dieser Techniken ist die visuelle Hervorhebung von Zwischentiefs und Zwischenhochs, durch die übergeordnete Zusammenhänge deutlich werden. Diese Methodik hat zudem den Vorteil, dass sie logischen Gesetzen folgt (auf ein Zwischenhoch muss ein Zwischentief folgen und umgekehrt) und sich dadurch oftmals Zwangsläufigkeiten in Kursverläufen ergeben. Meine heutige Analyse zum Goldpreis soll dies deutlich machen.

Bei dieser Methodik werden Zwischentiefs mit Zwischenhochs (durch blaue Linien) verbunden und umgekehrt. Ein Zwischentief entsteht immer dann, wenn die beiden Kerzen links und rechts davon jeweils höhere Tiefs aufweisen. Ein Zwischenhoch wird dann generiert, wenn die beiden Kerzen links und rechts davon jeweils tiefere Hochs aufweisen.

Die auf diese Weise durch blaue Linien gekennzeichneten Zwischenhochs und -tiefs bilden wiederum übergeordnete Tiefs und Hochs aus, wenn die Zwischenhochs und -tiefs die oben genannten Charakteristika aufweisen. Diese werden dann durch grüne Linien verbunden. (Selbstverständlich lassen sich daraus wieder nochmals übergeordnete Hochs und Tiefs ableiten.)

Der nachfolgende Chart macht klar, was gemeint ist:

 

CdW_121221_Gold

 

Die links und rechts vom Allzeithoch bei 1.921,18 USD liegenden Zwischenhochs haben jeweils einen niedrigeren Wert erreicht, womit das Allzeithoch bislang ein übergeordnetes Zwischenhoch ist.

Ableitbare Handelsverläufe

Danach wurden auf der Unterseite bis dato nur jeweils höher liegende Tiefpunkte generiert. Daraus ergeben sich nun folgende Überlegungen:

1. Wenn sich ein neues Allzeithoch bilden soll, muss entweder

a. ein neues übergeordnetes Zwischentief entstehen. Dazu muss der Goldpreis mindestens noch einmal unter die Marke von 1.527,20 USD sinken, oder

b. der Goldpreis OHNE Ausbildung eines übergeordneten Zwischentiefs direkt nach oben ausbrechen. In diesem Fall bildet sich oberhalb des bisherigen Allzeithochs ein neues übergeordnetes Zwischenhoch – das alte Allzeithoch verliert dann diesen Status.

Ein Fall b. ereignete sich beispielsweise 2008 / 2009: Die eingezeichnete rote Linie macht sichtbar, dass sich im Februar 2009 zunächst auch ein übergeordnetes Zwischenhoch gebildet hatte, dass dann jedoch von einem weiter anziehenden Goldpreis überschrieben wurde, ohne vorheriges Ausbilden eines übergeordneten Zwischentiefs.

Falls Sie sich nun fragen, was Ihnen diese Überlegungen bringen: Nun, wenn der Goldpreis ein neues Allzeithoch markiert, OHNE zuvor noch einmal unter 1.527,20 USD abzutauchen, dann ist dies für Sie als starkes Kaufsignal zu werten.

Fällt der Goldpreis indes unter 1.527,20 USD OHNE zuvor ein neues Allzeithoch ausgebildet zu haben, dann ergeben sich zwei neue Verlaufsvarianten:

I. Es kommt zur Variante 1.a.

II. Das Allzeithoch bei 1.921,18 USD bleibt für lange Zeit das Allzeithoch, weil der Goldpreis noch weit stärker fällt. Die Hausse im Goldpreis endet also zunächst.

In diesem Fall wird dann wichtig, wie weit der Goldpreis sinkt. Fällt er unter das übergeordnete Zwischentief bei 682,65 USD, dann wird ein neues massives Verkaufssignal generiert. Gelingt es, oberhalb dieser Marke ein übergeordnetes Zwischentief zu bilden, dann bliebe der ganz langfristige Aufwärtstrend zunächst einmal intakt.

Mir ist klar, dass dies nicht ganz einfach verdauliche Kost ist. Doch wenn Sie sich die Chance geben, sich einmal in diese Zusammenhänge “einzudenken”, hilft Ihnen diese Methodik dabei, auch in anderen Märkten logische Schlussfolgerungen über mögliche Handelsverläufe zu ziehen und “Wenn, dann”-Beziehungen aufzubauen.

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Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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