Chart der Woche (Stand: 20.07.2012)

Deutsche Anleiherendite: ungewöhnliche Entwicklung

In den vergangenen Wochen konnten wir eine eher ungewohnte Entwicklung verzeichnen: Während der deutsche Aktienmarkt seit dem EU-Gipfel am 3. Juli kräftig aufwärts marschierte, sanken gleichzeitig die Renditen am deutschen Anleihemarkt.

Mit einer Ausnahme konnten wir seit Anfang 2011 stets eine konträre Entwicklung verfolgen:

 

CdW_dt.Anleiherendite_120720

 

Aktienmarkt und Rentenmarkt stiegen und fielen praktisch im Gleichschritt. Allenfalls lag zwischen den Hoch- und Tiefpunkten (senkrechte grüne bzw. rote Balken) hin und wieder eine kleine zeitliche Verzögerung. Die einzige Ausnahme von diesem Schema gab es im November 2011 (senkrechter blauer Balken).

Tatsächlich war dies auch vollkommen logisch nachzuvollziehen: Das Geld pendelte von einem Markt zum anderen. Wenn die Aktienkurse sanken, wurde Geld abgezogen und in Anleihen investiert, deren Kurse wiederum aufgrund der erhöhten Nachfrage stiegen, was dann die Renditen sinken ließ.

Wurde Geld aus Anleihen abgezogen, diese also verkauft, fielen die Anleihekurse wodurch die Renditen stiegen. Das abgezogene Geld wurde am Aktienmarkt investiert, der aufgrund der erhöhten Nachfrage stieg.

Die Entwicklung der letzten drei Wochen weicht also von diesem Schema klar ab: Das Geld, das in deutsche Aktien geflossen ist, kam offensichtlich NICHT aus dem deutschen Anleihesektor.

Ein nochmaliger Blick auf den Chart der Rendite für 10-jährige Bundesanleihen zeigt, dass die Rendite, wie schon am 4. Juni, erneut auf dem historischen Tiefstand von 1,17% notiert. Wenn wir nun konstatieren, dass dies erneut eine Schallmauer ist, die am Anleihenmarkt nicht nachhaltig durchbrochen wird, dann kann dies zwei Konsequenzen bedeuten:

1. Die in den kommenden Wochen dann wieder aus Anleihemarkt abfließende Liquidität könnte dem deutschen Aktienmarkt zusätzlich beflügeln.

2. Aus Sicht der Charttechnik besteht aktuell eine sehr gute Chance auf eine Doppelboden- oder auch W-Formation (pinkfarbene Linien). Eine solche Chartformation hat in der Charttechnik positiven und Prognose-Charakter und zeigt überdies zumeist eine langfristige Trend-Wende an.

Dies wäre dann der Fall, wenn die W-Formation durch Überschreiten der bei 1,61% verlaufenden Nackenlinie “aktiviert” würde.

Punkt 1 würde übrigens sehr gut meine zuletzt immer wieder geäußerte Einschätzung stützen, dass wir in den vor uns liegenden, statistisch schwachen, Monaten August und September eine völlig unerwartete Kursrallye bekommen könnten.

 

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Ein Beitrag von: www.timingismoney.de: Zum optimalen Zeitpunkt im richtigen Markt

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